Der Zunfttanz

Ein Denkmal

Ein Museum

Zinnfiguren

Ein Geheimnis

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Denkmal

Kulmbach hat ein Büttner-Denkmal


Bilder von der Einweihung

       

Die Geschichte:



Die Kulmbacher Büttner planen ein Denkmal


Bericht der Bayerischen Rundschau vom 2. Juni 2001
Kulmbach, von Katrin Geyer

Büttnereien sind in Kulmbach längst von der Bildfläche verschwunden. Lediglich der Büttnerfachverein erinnert mit seinem Tanz noch an das traditionelle Handwerk, das mit der Bierstadt Kulmbach einst ebenso untrennbar verbunden war wie das der Brauer. Nun hat es sich der Verein zum Ziel gesetzt, in der Innenstadt ein Büttnerdenkmal zu errichten.

Dienstagnachmittag, Ortstermin in Schwarzach. Vor dem Haus von Erich Hiemisch bremsen immer wieder Autofahrer ab, um einen Blick auf eine ungewohnte Szenerie zu werfen: Heinrich Escher bearbeitet ein Stück Holz auf der Schnitzbank, schlägt am Amboss Nieten in einen eisernen Reifen, treibt den Reifen dann mit energischen Hammerschlägen auf ein Holzfass. Erich Hiemisch, Maler und Bildhauer, verfolgt jede Bewegung aufmerksam, fragt nach, lässt sich einen Handgriff noch einmal zeigen, hält, was er sieht, mit der Kamera fest.

Lebendigen Eindruck: Das Gespräch dreht sich um Fügebänke, Kimmhobel, Fassdauben- Dinge, die heutige Generationen nicht einmal dem Namen nach mehr kennen. Hiemisch will genau wissen, was es damit auf sich hat, will einen möglichst lebendigen Eindruck gewinnen von der Tätigkeit eines Büttners. Immerhin soll er das künftige Denkmal gestalten.

Die Idee, ein solches Denkmal zu errichten, ist nicht neu. Als im Zuge der Neugestaltung des Kulmbacher Marktplatzes über die Wiedererichtung des Luitpoldbrunnens diskutiert wurde, machte Heinrich Schauer, Büttnermeister und Inhaber der letzten Kulmbacher Büttnerei, den Vorschlag, einen Büttnerbrunnen zu schaffen. Jener Vorschlag setzte sich nicht durch- eine Idee, an den alten Handwerksberuf zu erinnern. blieb. Mittlerweile ist aus der Idee ein konkretes Projekt geworden. "Wir möchten ein Büttner-Denkmal errichten", sagt Achim Schneider, Vorsitzender des Büttnerfachvereins. Während in der Innenstadt Straßennamen an das Handwerk der Fischer, Weber oder Buchbinder denken lassen oder eine Malzhaube im Grünzug an einen einst ebenfalls bedeutenden Kulmbacher Wirtschaftszweig erinnern, fehlen Hinweise auf das Büttnerhandwerk ganz, obwohl die Büttnereien bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts eine bedeutende Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt Kulmbach gespielt haben.

Niedergang nach dem Krieg: Über Jahrhunderte haben Büttner in Kulmbach nicht nur Fässer für die Brauereien hergestellt, sondern auch Wannen und Bottiche für Färbereien, Tröge für die Landwirtschaft und vielerlei Gerätschaften für den Haushalt. Mehr als 20 Büttnereien gab es vor dem Zweiten Weltkrieg in Kulmbach; ein knappes Dutzend war es nach 1945 noch. Der Wegfall der Absatzgebiete in Thüringen und Sachsen, die Einführung von Stahltanks in den Brauereien und nicht zuletzt der Siegeszug der Bierflasche entzogen den Betrieben innerhalb weniger Jahre die Grundlage ihrer Existenz.- 1972 schloss die letzte Kulmbacher Büttnerei. Heute gibt es im ganzen Landkreis keinen praktizierenden Büttner mehr. Nur noch in der Brauchtumspflege lebt das Handwerk fort - und selbst im Büttnerfachverein sind diejenigen, die das Handwerk noch gelernt haben, längst eine kleine Minderheit.

Standort-Suche: Höchste Zeit also für ein Denkmal, sagt Achim Schneider. Die Stadt Kulmbach hat bereits ihre Unterstützung für das Projekt signalisiert. Auch ein Standort ist schon ins Auge gefasst worden- spruchreif allerdings sei da noch nichts, so Schneider. Zunächst einmal wird Erich Hiemisch Entwürfe im Maßstab 1:10 erarbeiten, die Grundlage weiterer Diskussionen sein werden. Eine Bronze-Figur schwebt dem Künstler vor, aber "kein Sockel, auf dem einer steht". Eher ein Denkmal zum Anfassen. "Ich will einen Handwerker zeigen, der in Kulmbach daheim ist und zum Volk gehört." Vieles ist bei der Planung zu bedenken: Die Einzelteile der Figur müssen sich gut in Bronze gießen lassen und vor allem problemlos zusammenzufügen sein. die Figur soll realistisch erscheinen - aber auch künstlerischen Ansprüchen gerecht werden. Und sie muss finanzierbar sein.

Dieses Problem drückt den Büttnerfacherverein derzeit noch am heftigsten: Die eigenen Mittel werden für das geplante Denkmal sicher nicht ausreichen. Deshalb soll zum Altstadtfest eine Spendenaktion gestartet werden. Vielleicht erfüllt sich dann auch der ganz große Wunsch der Büttner nach einem großzügigen Sponsor. Denn: Je schneller genug Geld beisammen ist, desto eher kann das Denkmal errichtet werden. Und das wäre ganz im Sinne der Initiatoren: "Wir wünschen uns", so Achim Schneider, "dass die letzten, die das Büttnerhandwerk in Kulmbach ausgeübt haben, auch die Aufstellung des Denkmals noch erleben."

Bericht in der Bayerischen Rundschau vom 10.11.2001

Erich Hiemisch hatte ein Modell geschaffen. Die Büttner waren skeptisch. Das Modell zeigte einen Handwerker der in der Holzverarbeitung tätig ist, aber eben keinen "Büttner". Eine Befragung der Kulmbacher Bevölkerung bestätigte das Empfinden der Büttner. Nach reiflichen Überlegungen rückten die Mitglieder des Vereins von der Zusammenarbeit mit Erich Hiemisch ab. Was blieb war ein möglicher Standort auf dem Zentralparkplatz und die aufmunternden Wünsche der Oberbürgermeisterin Inge Aures. "Ihr schafft das schon, mit Eurem Denkmal" sagte sie auf der Vorstellung des Modells von Erich Hiemisch. "Und die Finanzierung wird auch klappen"




10.8.2004 Hans Süss Bildhauer aus Pfreimd in der Oberpfalz macht ein Modell.

Herr Süss, der schon den "Hans von Kulmbach" geschaffen hat wird von den Büttnern aufgesucht. Das Thema "Denkmal" hat wieder oberste Priorität bekommen. Ein ehemaliger Kulmbacher Bürger der jetzt in den USA lebt hat von den Plänen des Büttnervereins erfahren. Sein Großvater hatte in Kulmbach eine Büttnerei betrieben. Er sagte seine Unterstützung zu.



Modell von Hans Süss

Das Modell von Hans Süss jedoch fand keinen Gefallen. Weder bei den Mitgliedern des Büttnerverein noch bei unserem mittlerweile guten Bekannten aus den USA. Zudem war der Kostenrahmen in dem sich Hans Süss bewegte für die Büttner in keinster Weise darstellbar.


Harro Frey wird für die Interessen der Büttner gewonnen.

Am 22. April weilt der renommierte Künstler Harro Frey aus Pettensiel bei Forchheim in der Bierstadt. Die Büttner stellen Herrn Frey den geplanten Standplatz in der Innenstadt vor. In den Räumen des Bayerischen Brauereimuseum demonstriert unser Büttnervereinsmitglied und gelernter Büttner Paul Schieber wie "Fachgerecht" ein Bierfass angetrieben wird. Das Antreiben der Eisernen Reifen die den einzelnen Fassdauben halt geben ist nach Auffassung der Mitglieder des Büttnervereins sehr typisch für den Büttnerberuf. Gerade dieses berufstypische, handwerkliche Tun ist es, das Harro Frey darstellen will. Diese Grundübereinstimmung zwischen den Kulmbacher Büttnern und dem Künstler ist es die die Auftragsvergabe an Herrn Frey bewirkt.


Die Bilder zeigen rechts Harro Frey und "Büttner" Paul Schieber bei der Demonstration des Fassantreibens.

1.6.2006 Harro Frey stellt ein Model zur Verfügung: